Eigenblutspende

Leitung:
Oberarzt Dr. Klaus Hanshans
Anmeldung und Anfragen:
Tel.: 0941/369-3615 Montag-Donnerstag: 8:00-16:30
Fax: 0941/369-3620 Freitag: 8:00-15:30
Eigenblutspende ist ein absolut sinnvolles Verfahren, das wesentlich dazu beitragen kann, bei "großen" Operationen die Gabe von Fremdblut zu verhindern.
Unsere Abteilung besitzt die Herstellungserlaubnis für Blutprodukte im Rahmen der präoperativen Eigenblut- und Eigenplasmagewinnung für Patienten im eigenen Krankenhaus, sowie in fremden Krankenäusern. 1998 stellten wir insgesamt über 3000 Einheiten Eigenblutkonzentrat bzw. Eigenplasma her.
Sprechen Sie mit uns oder mit Ihrem Operateur über die Möglichkeiten der präoperativen (d.h. vor einem operativen Eingriff) Eigenblutspende!

Häufig gestellte Fragen zum Thema: Eigenblutspende:
Was bedeutet der Begriff: "Eigenblutspende"?
Der Begriff Eigenblutspende steht für die Gewinnung autologer Blutprodukte. Dem Patienten wird einige Wochen vor einer geplanten Operation ein- oder mehrmals Blut abgenommen und bei Bedarf während oder nach der Operation wieder zurückgegeben (retransfundiert). In der Regel wird ein Blutvolumen von 500ml bzw. bei Plasmapherese ein Volumen von 750ml pro Termin entnommen. Dies kann wiederholt im Abstand von ca. 1 Woche geschehen, wobei die letzte Blutspende spätestens 1 Woche vor der Operation stattfinden sollte. Die Anzahl der durchführbaren Blutspenden ist durch die Haltbarkeit der gewonnenen Konserven von 49 Tagen limitiert.
Wann kommt eine Eigenblutspende in Frage?
Die präoperative Eigenblutspende stellt ein Verfahren dar, welches bei geplanten (elektiven) Eingriffen helfen kann, die Gefährdung eines Patienten durch Fremdblut zu minimieren-bekannten Risiken wie z.B. Infektionen mit Hepatitis oder HIV, Unverträglichkeitsreaktionen etc. können so vermieden werden.
Vor geplanten Eingriffen, die erfahrungsgemäß in mehr als 10% der Fälle eine Bluttransfusion erfordern sollte eine Eigenblutspende in Absprache mit dem jeweiligen Operateur erwogen werden. Dies ist z.B. bei Gelenkersatz-Operationen wie Hüft- und Kniegelenks-Prothesen sowie bei Wirbelsäulenoperationen und großen Gefäßoperationen der Fall.
Jedoch ist auch die Entnahme größerer Blutmengen vor Operationen nicht völlig ohne Risiko. So kann es in seltenen Fällen u.a. zu Kreislaufreaktionen bis hin zu Schwindel, Schwäche oder Ohnmacht kommen.
Bei ernsthaften Erkrankungen, akuten Infektionen sowie während einer Schwangerschaft sollte eine Eigenblutspende nicht, bzw. nur in vom Arzt begründeten Einzelfällen durchgeführt werden.
Was ist vor und nach einer Eigenblutspende zu beachten?
Sobald Ihr Operationstermin feststeht, vereinbaren Sie bitte telefonisch einen Termin zur Blutentnahme in der Anästhesie-Ambulanz unter der Nummer: 0941/369-3615
Ungefähr 7-10 Tage vor der ersten geplanten Eigenblutspende sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen, um Herz, Lunge und Laborwerte im Rahmen der Anästhesievorbereitung untersuchen zu lassen.
Bringen Sie zur ersten Blutspende bitte folgende Dinge mit:
- Alle Befunde von Ihrem Hausarzt (EKG, Thorax, Laborwerte)
- Alle Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen
Kommen sie bitte nicht nüchtern zur Blutspende.
Trinken Sie vor der Blutabnahme ausreichend.
Bitte kommen sie zur ersten Spende möglichst in Begleitung, wegen der Heimfahrt und planen Sie für die Spende einen Zeitraum von 1-2 Stunden ein. Bitte beachten Sie, daß sie erst 30 Minuten nach Abschluß der Eigenblutspende wieder am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Vermeiden Sie in den ersten Tagen nach der Blutspende größere körperliche Anstrengungen. Benachrichtigen Sie bitte sofort den zuständigen Arzt, wenn sich in der ersten Woche nach der Blutspende Ihr Allgemeinbefinden erheblich verschlechtert, bzw. falls eine fieberhafte Erkrankung auftritt.
Haben Sie noch Fragen zum Thema Eigenblutspende?
Wir stehen Ihnen gerne im persönlichen Gespräch oder telefonisch zur Verfügung.
Ihre Anästhesie-Ambulanz
(0941/369-3615)



