Sie sind hier: Downloads und Mediathek/Fit for Life/

Fit for Life

Die neue Sendereihe auf Radio Charivari: Fit for Life! - Der Praxistipp

In Zusammenarbeit mit dem Funkhaus Regensburg produzieren wir regelmäßig Beiträge zu aktuellen medizinischen Themen. 

Jeden Samstag von 11.00 bis 12.00 Uhr

 

Die Notaufnahme im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg

Ein Crash auf der A93, zu Hause von der Leiter gestürzt, ein Herzinfarkt: 20 Mio. Menschen werden jährlich in Notaufnahmen versorgt, über 30.000 järhlich bei den Barmherzigen Brüdern in Regensburg.

Sendetermin: 10. September 2016

Für wen ist eigentlich die Notaufnahme da?
Nach welchen Kriterien werden Menschen im Notfall dort versorgt?
Wie gelingt es, adäquat und individuell die richtigen Entscheidungen für jeden einzelnen Patienten zu treffen?
Welche ethischen Grundsätze leiten den Notarzt jeden Tag in diesen herausfordernden Situationen?

Zu Gast in FIT FOR LIFE auf Radio Charivari: Dr. Felix Rockmann, Chefarzt und Leiter des Notfallzentrums am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg


Influenza, Ebola, multiresistente Keime

Dr. Andreas Ambrosch spricht über die Frage, wie Krankenhäuser ihre Patienten und deren Angehörige vor Infektionen schützen

Sendetermin: 23. Juli 2016

Schätzungsweise bis zu 1.000.000 Patienten pro Jahr infizieren sich mit Keimen, die sie sich im Krankenhaus einhandeln. Pro Jahr sterben 60.000 daran. Davon wiederum wären etwa ein Drittel der Infektionen vermeidbar, etwa zwei Drittel hingegen nicht, da Patienten oft schon Keime in sich tragen, die bei einer Operation zur Infektion führen.  Wirklich resistent gegen Antibiotika sind nur ein sehr geringer Teil der Keime.

Um Infektionen zu vermeiden müssen vor allem Kontaktübertragungen unterbrochen werden. Umfangreiche Hände-Hygienemaßnahmen sind daher nötig: etwa 21 Mal pro Tag und Patient auf normalen Stationen, über 100 Mal pro Tag und Patient auf der Intensivstation.


Checklisten, jährliche Zertifizierungen und eine gesunde Redekultur

Wie das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg Behandlungsfehler vorbeugt

Sendetermin: 18. Juni 2016

Das falsche Bein operiert, die Schere im Bauch vergessen, Patient verwechselt - 17 Mio. Patienten werden pro Jahr in Deutschland stationär behandelt, allein bei den Barmherzigen Brüdern sind es 50.000 Patienten. Bei ca. 10 % der Eingriffe kommt es zu „unerwünschten Ereignissen“, sprich Behandlungsfehlern. Dr. Andreas Kestler, Geschäftsführer der Barmherzigen Brüder in Regensburg und selbst jahrelang praktizierender Chirurg, erläutert, was die Barmherzigen Brüder für die Sicherheit ihrer Patienten tun. 

Checklisten

Eklatante Fehler dürfen heute nicht mehr passieren und passieren nicht mehr. Dafür seien die Vorsichtsmaßnahmen zu groß. Vor jeder Operation werde eine Checkliste abgearbeitet, die Verwechslungen ausschließen. Beispielsweise werde die richtige Körperseite markiert oder kontrolliert, ob die benötigte Prothese auch bereit liegt. Im OP dann das "Time Out": Das gesamte Team hält einen Moment inne, sieht sich in die Augen und vergewissert sich so, dass die Operation durchgeführt werden kann. Aber „jeder Mensch ist fehlbar“, hält Dr. Kestler fest. Das Bild von den „Halbgöttern in Weiß“ habe seine Gültigkeit verloren.

Offene Redekultur

Wichtig sei eine offene Redekultur.  Wenn ein Fehler passiert müssen die Mitarbeiter angstfrei darüber reden können. Nur so können größere Fehler verhindert werden und die Organisation selbst kann Vorkehrungen treffen, dass genau dieser Fehler kein Zweites Mal passiert.

Fehler-Melde-Sytem

Bei den Barmherzigen Brüdern gibt es eine Art Fehler-Melde-System. Mitarbeiter können im Intranet anonym Fehler melden. Solche Meldungen gehen an eine speziell dafür eingerichtete Organisation, die zur Aufgabe hat, diese Fälle zu bewerten und Rückmeldung und Hilfestellung zu geben, erzählt Kestler.

Externe Zertifizierungen

Außerdem werde das Krankenhaus einmal im Jahr von externen Experten zertifiziert. Auch hier bekomme man als Krankenhaus Feedback dazu, ob Abläufe optimiert werden können oder werde auf Problematiken hingewiesen.

Der Krankenhauskeim

Ein weiteres Problem: die Infektion mit dem sogenannten Krankenhauskeim. Hierbei handelt es sich um multiresistente Keime, die auf Antibiotika nicht mehr reagieren. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg hat einen Krankenhaushygieniker angestellt und fünf Hygienefachpflegekräfte, die sich ausschließlich darum kümmern, was verbessert werden kann, um Infektionen zu vermeiden. Alle Mitarbeiter - von der Reinigungskraft bis zum Chefarzt - werden jährlich in Hygienethemen geschult, so der Geschäftsführer der Barmherzigen Brüder.


Leuchtturmprojekt "Zentrum für Altersmedizin"

Sendetermin: 21. Mai 2016

Prof. Dr. Cornel Sieber stellt das neue Zentrum für Altersmedizin vor, das voraussichtlich im Januar 2017 seine Tore in Regensburg öffnen wird. Hier sollen betagte und hochbetagte Menschen nicht nur im Krankenhaus, sondern auch in der Tagesklinik versorgt werden.

Ziel ist, ein höchstes Maß an Lebensqualität möglich zu machen: Ein interdisziplinäres Team aus Medizinern, Pflegekräften, aus Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logotherapeuten, Psychologen, Ernährungsberatern, Sozialarbeitern und Seelsorgen wird sich um die patienten kümmern.

Ein besonderes Augenmerk soll auf Patienten mit Demenz gelegt werden.