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Geschichte

Plastik von Ursula Doerk im Eingangsbereich

Das Krankenhaus ist das größte katholische Krankenhaus und das größte Ordenskrankenhaus Deutschlands. Es ist ein zertifiziertes Mitglied im “Deutschen Netz gesundheitsfördernder Krankenhäuser”; ein Projekt der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Modernität und das Bemühen um gute Organisation zeichnet diese Klinik aus.  

Luftbild aus dem Jahr 1929 ??
Luftbild aus dem Jahr 1953 ??



Die von Frater Eustachius Kugler 1927 bis 1930 erbauten Krankenhäuser St. Pius und St. Vinzenz (seinerzeit noch Männerbau und Frauenbau genannt) wurden unter finanziell schwierigen Bedingungen errichtet, erfuhren allerdings sehr schnell in der Bevölkerung eine große Akzeptanz. Schon 1932 konnte eine Krankenpflegeschule eröffnet werden. Die Kriegszeit überstanden beide Krankenhäuser ohne Bombentreffer.
 

Von 1945 bis 1954 hatten die Amerikaner das Krankenhaus beschlagnahmt. Nach Reparaturarbeiten konnten beide Häuser wieder in der Hand der Barmherzigen Brüder betrieben werden.
Am 10. Juni 1946 verstarb der Erbauer des Krankenhauses, Provinzial Frater Eustachius Kugler. Am 11. April 1956 wurden die Gebeine des im Ruf der Heiligkeit verstorbenen Gründers vom Klosterfriedhof in die Krankenhauskirche St. Pius übertragen.
 

Luftbild aus dem Jahr 2000 mit Zentralgebäude

Mitte der siebziger Jahre fiel die Entscheidung, das Krankenhaus zu modernisieren. Die Erweiterung begann mit der Errichtung einer nuklearmedizinischen Abteilung sowie der Gründung einer Abteilung für Strahlentherapie. Anschließend ergab sich eine fachliche Erweiterung des Krankenhauses von damals wenigen Fachabteilungen auf heute 19 und fünf Belegabteilungen.Nach sechsjähriger Bauzeit konnte im März 1995 das Zentralgebäude, welches die beiden Bettenhäuser St. Pius und St. Vinzenz verbindet, in Betrieb genommen werden. Sämtliche Funktionen und Funktionsabteilungen wurden neu geschaffen. So verfügt das Krankenhaus jetzt über einen Zentral-OP, eine zentrale Labor- und Röntgendiagnostik inkl. der Schnittbilddiagnostik von Computertomographie und Kernspintomographie. Mit der Erstellung des Zentralgebäudes war der wesentliche Anstoß zur Generalsanierung des gesamten Krankenhauses gegeben.

Zur ideellen und finanziellen Unterstützung des Krankenhauses wurde 1997 der “Verein zur Förderung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Regensburg und der Hospizarbeit e.V.” gegründet.Zwischenzeitlich wurde die Sanierung des Gebäudes St. Pius-West durchgeführt und im Jahre 1998 wieder in Betrieb genommen. In dem sanierten Gebäudekomplex ist die neugegründete Abteilung für Geriatrische Rehabilitation untergebracht worden. Mit diesem neuen Schwerpunkt wollen die Barmherzigen Brüder gezielt auf die eingetretene und zu erwartende gesellschaftliche Veränderung reagieren.

Um die notwendige Sanierung der weiteren Bettenhäuser vornehmen zu können, mußte zunächst ein neuer Bettentrakt geschaffen werden. Das fertiggestellte Bettenhaus St. Rafael mit 165 Betten wurde im Sommer 2000 in Betrieb genommen. Inzwischen erfolgte die Sanierung des Bettenhauses St. Pius-Mitte (120 Betten) als vierter Bauabschnitt der Gesamtsanierung im Rahmen des öffentlich geförderten Krankenhausbaues.

Luftaufnahme der Klinik St. Hedwig

 
Zum 1. Juli 2001 wurde die Klinik “St. Hedwig” an der Steinmetzstraße (eine Frauen- und Kinder-fachklinik mit 230 Betten), auf Bitten der Gemeinschaft der Blauen Schwestern von der hl. Elisabeth, in das Krankenhaus Barmherzige Brüder integriert. Ebenso wurde 2002 die Klinik Dr. Opitz übernommen und in St. Hedwig eingegliedert.

 

Damit verfügt dieses Krankenhaus jetzt über 875 Planbetten und 45 Behandlungsplätzen in der Geriatrischen Rehabilitation. Die Palliativstation wurde am 1. Oktober 2001 in Betrieb genommen. Im Gesamtkrankenhaus werden pro Jahr über 38 000 Patienten stationär und fast die doppelte Zahl ambulant versorgt. Selbstverständlich gewährleistet das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder immer den allerneuesten Forschungs- und Technikstand.

Besonders wichtig in einem Ordenskrankenhaus ist aber natürlich der ”Geist”, der hinter dem Ganzen steht. Der Gründer des Ordens der Barmherzigen Brüder, der Hl. Johannes von Gott, verwirklichte im 16. Jahrhundert in Spanien seine Idee einer von Herzen geleiteten “Pflege Kranker und Bedürftiger”. Der Mensch und seine Würde sollten im Mittelpunkt stehen.

Diese Philosophie gilt bis heute und findet ihren Ausdruck unter anderem in den zahlreichen Zusatzangeboten und Veranstaltungen für Patienten, gemäß den Leitlinien und Leitbildern des Krankenhauses. “Mitmenschlichkeit” und “kühle medizinische Wissenschaft” müssen keine unvereinbaren Gegensätze sein, schließlich stehen beide im Dienst des Menschen.