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Leiter: Dr. Andreas Krichbaum

Sekretariat: Katrin Würdinger
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Angiologie – Gefäße im Mittelpunkt

Von Kopf bis Fuß aus einer Hand

Unser Ziel ist es, mit Ihnen gemeinsam maßgeschneiderte Wege zu erarbeiten, damit Sie sich trotz Erkrankung wieder sicherer durchs Leben bewegen können und Lebensqualität zurückgewinnen. Dabei ist unser Handeln stets von dem aktuell besten, medizinischen Stand geleitet, gepaart mit der umfangreichen Erfahrung, die unser Gefäßteam mitbringt. Und nicht zuletzt möchten wir auch „menschliche“ Lösungen für Sie finden und es ermöglichen, dass Sie sich bei uns während des stationären Aufenthalts, in der ambulanten Behandlung und auch wieder zuhause wohlfühlen.

Dr. Andreas Krichbaum, Leiter Abteilung Angiologie
Dr. Andreas Krichbaum, Leiter Abteilung Angiologie

Die Angiologie beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Vorbeugen, dem Erkennen und der Behandlung von Gefäßerkrankungen. Hierzu gehören Erkrankungen der Arterien, der Venen und des Lympsystems. Diese können anlagebedingt (angeboren) oder erworben (durch Risikofaktoren) entstehen und sowohl bei jungen als auch bei alten Menschen auftreten.

Gefäßerkrankungen gehören zu den häufigsten und nicht selten auch zu den gefährlichsten Erkrankungen in der Medizin. Jeder kennt Gefäßerkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt. Aber auch Erkrankungen anderer Gefäße, wie den Arterien der Gliedmaßen, den Venen, den Lymphgefäßen und der Mikrozirkulation (Durchblutung der kleinsten Blutgefäße), führen häufig zu erheblichen Einschränkungen und stellen nicht selten große Gefahren für die Gesundheit dar.

Gemeinsam zum Ziel – Interdisziplinäre Zusammenarbeit unter einem Dach

Gefäße sind in fast jeder noch so kleinen Region des Körpers zu finden und spielen somit bei fast allen Erkrankungen eine Rolle. Die Angiologie ist als jüngster Schwerpunkt der Inneren Medizin ein „Modellfall für Interdisziplinarität. Zum einen als unverzichtbarer Partner in Gemeinschaft mit Gefäßchirurgie und Radiologie, zum anderen aber innerhalb der Inneren Medizin als möglicher Bezugspunkt für pathophysiologische Konzepte, diagnostische Modalitäten oder therapeutische Ansätze“ (Prof. S. Schellong, Vorwort DGIM Kongress 2021)

Die Gefäße des Menschen können auf vielfältige Weise betroffen sein, unterschiedliche Auswirkungen haben und oft hochspezialisierte Therapien erfordern. Diese Erkrankungen werden bei uns unter einem Dach mit der Klinik für Gefäßchirurgie und dem Institut für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin im Gefäßzentrum des Krankenhauses Barmherzige Brüder in Regensburg Hand in Hand behandelt.

Gefäßchirurgie/Radiologie
  • Im Gefäßzentrum werden zusammen mit der Klinik für Gefäßchirurgie und dem Institut für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin Gefäßpatienten gemeinsam behandelt. So stellen wir sicher, dass die oft sehr komplexen Krankheiten unserer Patienten bestmöglich behandelt werden können.

Gefässzentrum/Gefässchirurgie

  • Um eine möglichst gut funktionierende interdisziplinäre Behandlung zu gewährleisten findet täglich eine gemeinsame Frühbesprechung (07.45 – 08.15 Uhr) der Angiologie und der Gefäßchirurgie statt. Nachmittags findet täglich die interdisziplinäre Gefäßbesprechung statt (15.45 – 16.15 Uhr), an der die Gefäßchirurgie, die Radiologie und die Angiologie teilnehmen, aber auch alle anderen Abteilungen des Krankenhauses eingeladen sind. Zudem können auch externe Fälle von niedergelassenen Kollegen oder anderen Kliniken vorgestellt und diskutiert werden.
Pneumologie
  • Mit der Pneumologie zusammen werden häufig venöse Thromboembolien (Beinvenenthrombosen und Lungenarterienembolien) gemeinsam behandelt. Die Patientenversorgung orientiert sich auch hier immer an den aktuellen Leitlinienempfehlungen. Für Patienten mit langem Krankheitsverlauf (z.B. postthrombotisches Syndrom, anhaltende Atemnot nach einer Lungenembolie) gibt es ein gemeinsames Nachsorgeprogramm. Hier wir nach optimierten Behandlungsansätzen für die oft schwer zu therapierbaren Folgeschäden gesucht.
  • Da Patienten mit Lungenerkrankungen häufig die gleichen Risikofaktoren haben, wie Gefäßpatienten (z.B. inhalatives Zigarettenrauchen), suchen wir gemeinsam nach Erkrankungen aus dem jeweils anderen Fachgebiet, um so mögliche gefährliche Begleiterkrankungen frühzeitig zu erkennen.

Pneumologie

Rheumatologie
  • Bei Patienten mit Entzündungen der großen Gefäße kann die Angiologie mit dem Gefäßultraschall einen wichtigen Beitrag zur Diagnostik dieser seltenen, aber unerkannt sehr gefährlichen Erkrankungen leisten. Hierfür sind zunächst weder Kontrastmittel noch Strahlung nötig.
  • Auch bei Durchblutungsstörungen der Finger oder der Zehen (z.B. Weissfingerkrankheit, Raynaud-Phänomen), die bei bestimmten  Bindegewebserkrankungen auftreten, können wir über einfache Gefäßdiagnostik (Ultraschall, Kapillarmikroskopie) einen wichtigen Beitrag zur Diagnosestellung leisten.
  • Bei schweren akralen Perfusionsstörungen stehen verschiedene medikamentöse Therapien zur Verfügung. Bei sehr schweren Verläufen werden im Gefässzentrum auch invasive Massnahmen (z.B. Sympathektomie) durchgeführt.

Rheumatologie

Plastische Chirurgie
  • Grundlage der Behandlung von Lip-oder Lymphödemen ist die konservative Entstauungstherapie mit manueller Lymphdrainage und Kompressionsbestrumpfung. Ist durch die konservativen Methoden keine ausreichende Symptomkontrolle möglich, können auch operative Verfahren zur Anwendung kommen.
  • In der Behandlung des Lipödems kann im Stadium 3 auch als Kassenleistung nach entsprechender Vorbereitung eine Liposuktion zur Reduktion der Schmerzhaftigkeit des Gewebes durchgeführt werden.
  • Bei Lymphödemen kann bei geeigneter Anatomie und unzureichender Ödemkontrolle durch die Standardtherapie (Kompression und manuelle Lymphdraingen, komplexe physikalische Entstauungstherapie auch im Einzelfall durch operative Techniken (z.B lymphovenöse Anastomosen) eine Verbesserung des lymphatischen Rücktransports und somit eine Ödemreduktion erreicht werden.

Plastische Chirurgie

Kardiologie
  • Vor allem Patienten mit einer Periphere Arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) sind kardiovaskuläre Hochrisikopatienten, bei denen die eigentliche Gefahr oft nicht vom Fuß, sondern vielmehr von dem stark erhöhten Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle ausgeht.
  • Deshalb werden unsere Patienten mit einer pAVK genauso medikamentös behandelt, als ob sie schon einmal einen Herzinfarkt gehabt haben und werden frühzeitig einer entsprechenden Diagnostilk (z.B. Belastungs-EKG, Coronarangiographie) zugeführt.
  • Alle Patienten mit einer pAVK erhalten eine medikamentöse Therapie mit einem Blutverdünner (z.B. ASS 100 mg), einem stark wirkenden Cholesterinsenker (z.B. Atorvastatin, Rosuvastatin) und ggf. eine Leitliniengerechte Therapie bei Vorliegen weiterer Gefäßrisikofaktoren (z.B. Hypertonus, Diabetes mellitus) und als wichtigste Maßnahme die Empfehlung nicht mehr zu Rauchen

Kardiologie

Nephrologie
  • Da viele Gefäßpatienten Nierenkrankheiten haben und umgekehrt viele Nierenpatienten Gefäßerkrankungen haben ist eine enge Abstimmung in der Akut- und Weiterbehandlung dieser Patienten wichtig.
  • Die medikamentöse Therapie stellt bei Patienten mit Nierenerkrankungen häufig eine besondere Herausforderung dar, weshalb spezielle Fragestellungen hinsichtlich Medikation (z.B. Blutverdünnung) und Untersuchungen (z.B. Kontrastmittelexposition) gemeinsam diskutiert werden.

Nephrologie

FußChirurgie
  • Aufgrund der oft schweren Verformungen der Füße oder Zehen beim Diabetischen Fußsyndrom sind manchmal operative Korrekturen von Fehlstellungen und Entfernung kleinerer Knochenvorsprünge nötig, um wieder eine vernünftige Schuhversorgung zu ermöglichen.
  • Hierfür bedarf es oft spezieller operativer Techniken, die Eingriffe werden gemeinsam mit den Kollegen der Fußchirurgie nach ausführlicher Fall-Diskussion geplant.
  • Vor einer geplanten Amputation ermöglichen wir immer die Möglichkeit, eine unabhängige Zweitmeinung einzuholen.

Fußchirurgie

Leistungsspektrum

Im Bereich Angiologie werden für ambulante und stationäre Patienten umfangreiche diagnostische Untersuchungen und Therapien angeboten. Hierzu gehören:

  • alle Formen der nichtinvasiven Diagnostik der peripheren arteriellen Verschlusserkrankung, des Raynaud-Syndromes und bei Entzündungen der großen Gefäße:
    • Doppler-Verschlussdruckmessung peripherer Arterien mittels cw-Doppler einschließlich Zehenverschlussdruckmessung
    • tcpO2-Messung
    • Akrale Lichplethysmographie
    • Segementoszillogramm
    • Laufbandergometrie
    • Kapillarmikroskopie
    • cw-Doppler-Sonografie der hirnversorgenden Gefäße
    • Duplexsonografie aller arteriellen Stromgebiete
    • Konservative Therapie arterieller Erkrankungen
  • Diagnostik und ambulante Therapie venöser Erkrankungen:
    • Duplexsonografie bzw. Kompressionssonografie aller venöser Stromgebiete
    • Venöses Verschlussplethysmographie
    • Lichtreflexionsrheographie
    • ambulante Thrombosebehandlung
    • Kompressionstherapie
    • Antikoagulation
  • Diagnostik bei dilatativen Angiopathien (Aneurysmata der Aorta, der Becken- und peripheren Arterien) mittels Duplexsonografie
  •  funktionelle Durchblutungsstörungen
    • Engpass-Syndrome (z.B. Popliteales Entrapment-Syndrom, Throracic- Outlet/Inlet-Syndrom)
  • Wundsprechstunde für chronische Problemwunden
    • Diabetisches Fuß-Syndrom (mit Ulcerationen)
    • Chronisch venöse Ulcerationen
    • Seltene chronische Wunden (z.B. Pyoderma gangrenosum, Martorell-Ulcus, etc.
  • Spezialsprechstunde für Patienten mit diabetischem Fuß-Syndrom
    • Nachsorge abgeheilter Fußläsionen
    • Früherkennung Risikofuß
    • Diabetische Neuroosteoarthropathie (Charcot-Fuss)
    • Planung der Schuhversorgung (Weichpolsterbettung bis 2-Schalen-Interims-Orthese)
  • Planung der Diagnostik und Therapie bei Patienten unter gerinnungshemmender Therapie im Rahmen venöser Thromboembolien
    • Regelmäßige Nachsorge von Patienten mit venöser Thromboembolie
    • Beratung von ärztlichen Kollegen und Patienten bei Fragen zur gerinnungshemmenden Therapie bei geplanten Operationen oder invasiver Diagnostik
    • Thrombophiliediagnostik
    • Beratung von Patientinnen mit Thrombosen vor oder während der Schwangerschaft