Abteilung für Nuklearmedizin

Die nuklearmedizinische Therapie

Unser Behandlungsangebot

Bei folgenden Erkrankungen der Schilddrüse ist eine Radiojodtherapie möglich

  • Hyperthyreose auf dem Boden einer fokalen oder diffusen Autonomie der Schilddrüse
  • Immunhyperthyreose (Morbus Basedow)
  • Strumaverkleinerung
  • ergänzende Behandlung nach Thyreoidektomie beim Nachweis eines papillären oder follikulären Schilddrüsenkrebses
  • Behandlung von Metastasen des papillären oder follikulären eines Schilddrüsenkrebses

Die Ziele der Behandlung sind zum einen die Ausschaltung der die Hyperthyreose auslösenden Schilddrüsenanteile unter Schonung des gesunden Gewebes oder die vollständige Ablation der Schilddrüse (M. Basedow) bzw. des postoperativ verbliebenen Schilddrüsenrestgewebes und/oder Metastasen des Schilddrüsenkrebses.

Knochenschmerzbehandlung

Verschiedene bösartige Erkrankungen, z. B. Prostata- oder Mammakarzinome, metastasieren in das Skelettsystem. Der Knochenbefall führt insbesondere in fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung oder auch schon früher zu Schmerzen, die initial mit Schmerzmittel behandelt werden können.  Führt die medikamentöse Behandlung nicht zu einer ausreichenden Beschwerdelinderung oder bei klinischen Konstellationen, die eine weitere medikamentöse Behandlung nicht zulassen, kommt die Isotopen-Schmerztherapie zum Einsatz. Es handelt sich dabei um eine systemische Therapie, d.h. mehrere/alle Metastasen werden gleichzeitig behandelt. Für diese Behandlung stehen drei Beta- und ein Alpha-Strahler (Xofigo) zur Verfügung.

Erforderliche Informationen:

  • Arztberichte zur bisherigen Krankheitsvorgeschichte insb. der bisherigen medikamentösen Behandlung
  • Aktuelle Blutwerte (Hämatoserologie und Gerinnung)
  • Skelettszintigramme

Radiosynoviorthese RSO

Bei chronisch-entzündlichen (z. B. rheumatoide Arthritis) oder degenerativen Gelenkerkrankungen kommt es durch eine Entzündung der Gelenkinnenhaut (Synovialitis) oft zu einer Schwellung der betroffene Gelenke. Diese geht oft mit Ergussbildung, Schmerzen, Bewegungseinschränkung und Gelenkdeformierung einher. Bei dieser Therapie soll die entzündliche Überwucherung der Gelenkinnenhaut behandelt und möglichst normale Synovia hergestellt werden.

Erforderliche Unterlagen:

  • MRT des betroffene Gelenkes oder Skelettszintigraphie mit Nachweis der Synovialitis; ggf. Operationsbericht mit Histologie
  • Röntgenbilder des zu behandelnden Gelenkes

Selektive interne Radiotherapie (SIRT)

Hierbei handelt es sich um eine aufwendige Behandlungsmethode, wobei radioaktiv geladene Mikropartikel in Mikrokatheter-Technik in die Leberarterien appliziert werden. Das Ziel ist die Therapie von primären (z. B. Leberzellkarzinom) oder sekundären Lebertumoren (Metastasen).
Zunächst wird im Rahmen einer Angiographie (Kontrastmitteluntersuchung der Blutgefäße) und  der anschließenden Applikation einer radioaktiven „Testsubstanz“ die technische Machbarkeit der Behandlung überprüft. Im Anschluss nach circa ein bis zwei Wochen erfolgt dann die eigentliche SIRT.
In den meisten Fällen erfolgt die Vorstellung zu dieser Behandlung im Rahmen der hausinternen Tumorkonferenzen. Auch für externe Zuweisungen überprüfen wir interdisziplinär die Möglichkeit dieser Behandlung. Für nähere Informationen sind die beiden Abteilungsärzte und/oder Chefarzt Prof. Dr. Niels Zorger gerne ansprechbar.

Radiopeptid-Rezeptor-Therapie (z. B. bei neuroendokrinen Tumoren)

Diese Behandlung wird von unseren Kooperationspartnern angeboten. Gerne bereiten wir die Behandlung vor und organisieren eine Vorstellung des Patienten in der behandelnden Klinik.

MIBG- und Radioimmun-Therapie nur auf Anfrage

Kooperationspartner

Zu unseren Kooperationspartnern zählen die Univesitätskliniken, wie beispielsweise das Klinikum der Universität München - Campus Großhadern.

Prof. Dr.  Peter Bartenstein
Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin
Klinikum der Universität München – Campus Großhadern
Marchioninistraße 15
D-81377 München
Tel. +49 (0)89 4400 7 4646
Fax +49 (0)89 4400 7 7646

Ein Job mit Herz – Ihre Karriere bei den BarmHERZigen Brüdern
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