Karriere

Weiterbildung zum Operationsdienst für Gesundheits- und Pflegekräfte

Die Fachweiterbildung zum Operationsdienst basiert auf den Richtlinien der Deutschen Krankenhaus Gesellschaft (DKG).

Ihre Aufgaben im Operationsdienst sind:

  • die Sicherstellung der Organisation in den OP-Bereichen, 
  • die Übernahme der Instrumentation in den unterschiedlichen Fachbereichen
  • die Unterstützung der operierenden Gruppe vor, während und nach der Operation.

Sie tragen die Verantwortung für die fachgerechte Aufbereitung, Behandlung und Bereitstellung der Materialien, Apparaturen und des Instrumentariums für die OP-Bereiche.

Sie sind in der Lage, sich unverzüglich auf wechselnde und komplexe Situationen und Bedingungen einzustellen. Neben dem technischem Wissen und Können sowie manueller Geschicklichkeit ist die Berufsausübung durch schnelles und antizipatives Handeln gekennzeichnet.

Das Handlungsfeld Operationsdienst ist in besonderem Maße durch Patientennähe gekennzeichnet. Eine zentrale Tätigkeit ist die fachkundige Betreuung, unter Berücksichtigung der physischen und psychischen Situation des Patienten, während ihres Aufenthaltes in den jeweiligen OP- und Funktionsabteilungen.

Ziel und Abschluss der Weiterbildung

Die Weiterbildung zum Operationsdienst bereitet Sie auf eine Tätigkeit in einem hochtechnisierten Bereich vor. Trotz dieses starken Technikbezugs stehen patientennahe, pflegebezogene Aufgaben im Vordergrund pflegerischen Handelns.

Sie erlangen mit dem erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung zum Operationsdienst nach Empfehlung der DKG die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung! (BKG-Mitteilung Nr. 09/2013- 082)

Theorie und Praxis

Die Weiterbildung besteht aus einem theoretischen und praktischen Teil.

Theoretische Weiterbildung

Der theoretische Unterricht umfasst unter anderem folgende Lernbereiche: 

  • Vorbereitungs-, Überwachungs- und Nachsorgemaßnahmen am Patienten bei operativen Eingriffen unter Beachtung aller pflegerisch notwendigen Aspekte 
  • Vor- und Nachbereitung der Operationseinheit einschließlich der zur Operation benötigten Instrumente, Materialien und Geräte 
  • Unterstützung des Operationsteams vor, während und nach der Operation
  • Fach- und sachkundiges sowie situationsgerechtes Instrumentieren 
  • Planung und Organisation des Arbeitsablaufs 
  • Schulung und fachliche Anleitung der Auszubildenden und die Einarbeitung neuer Mitarbeiter 
  • Anwendung und Umsetzung hygienischer und aseptischer Vorschriften in der Operationsabteilung sowie tätigkeitsbezogene Rechtsvorschriften 
  • Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen im Team

Ausbildungsdauer

Sie absolvieren im Rahmen der Weiterbildung insgesamt 720 Unterrichtsstunden Theorie:

  • Lernort Weiterbildung       540 Unterrichtsstunden
  • Lernort zu Hause              180 Unterrichtsstunden Theorie- Praxistransferaufgaben
Praktische Weiterbildung

Obligatorische Einsatzgebiete:

  • Mindestens 700 Std. in einer hauptamtlich geleiteten allgemein-chirurgischen Fachabteilung 
  • Mindestens jeweils 300 Std. in mindestens zwei weiteren hauptamtlich geleiteten operativen Fachdisziplinen 
  • Mindestens 200 Std. in der Endoskopie, im Anästhesiedienst und im Sterilisationsbereich

Optionale Einsatzgebiete: 

  • Die verbleibende Zeit von 600 Std. ist auf die vorgenannten operativen Einsatzbereiche und/oder weitere operative Fachdisziplinen zu verteilen.

Bewerbung

Zugangsvoraussetzungen

Die Zugangsvoraussetzung basiert auf der Grundlage der zuständigen Prüfungsordnung der DKG.

Zugelassen werden kann, wer über folgende Nachweise verfügt:

  • staatlich anerkannten Abschluss als Krankenschwester, Kinderkrankenschwester, Krankenpfleger oder Gesundheits- und Krankenpfleger
  • eine mindestens sechsmonatige Berufstätigkeit im Operationsdienst

Ihre Bewerbung

Bitte reichen Sie eine aussagekräftige Bewerbung mit folgenden Unterlagen ein: 

  • schriftliche Anmeldung 
  • Lebenslauf mit Lichtbild 
  • Nachweis über die Namensführung (Geburts- oder Heiratsurkunde etc.) 
  • Nachweis über die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung 
  • Nachweis über eine mind. sechsmonatige Tätigkeit

Lehrgangsgebühren

Lehrgangsgebühren: 4.500,00 Euro

Nach §4 Nr. 22a UStG ist die Weiterbildung umsatzsteuerfrei.

Zur erfolgreichen Absolvierung der praktischen Weiterbildung von 1800 Stunden ist der Abschluss eines Kooperationsvertrages zwischen den Krankenhäusern nach den Richtlinien der DKG notwendig.

Die Weiterbildung ist nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (Meister- BAföG) förderfähig.