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Altersmedizin stark vertreten
Das berufliche Herz von Professorin Dr. Ute Hoffmann schlägt für die medizinische Versorgung der Älteren und Hochbetagten in unserer Gesellschaft. Bereits seit vielen Jahren setzt sich unsere Chefärztin der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Geriatrie am Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg für deren Bedürfnisse ein. Sie gilt als renommierte Expertin für Altersmedizin, ihre Schwerpunkte liegen auf Demenz-, Bluthochdruck- und Nierenerkrankungen bei Höherbetagten. Auch im Kollegenkreis wird ihre Kompetenz geschätzt: Mit der Benennung zur Repräsentantin für den Fachbereich Geriatrie setzt die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) darauf, dass die Regensburger Ärztin ihre umfassende Erfahrung auch auf Bundesebene einbringt.
Zwischen Wissenschaft und Praxistauglichkeit
„Ich freue mich sehr über die Ernennung und meine damit verbundenen Aufgaben“, so Hoffmann. In ihrer Funktion wirkt die Ärztin bei der Erstellung von medizinischen Leitlinien mit, erstellt Gutachten für politische Entscheidungsträger, hält Vorträge, forscht und publiziert. Dabei ist Hoffmann eines sicher nicht: eine Wissenschaftlerin im Elfenbeinturm. Im Gegenteil: Man trifft sie regelmäßig bei den Barmherzigen auf Station, sie behandelt Patientinnen und Patienten und begleitet den ärztlichen Nachwuchs in der Ausbildung. Es sei diese Mischung aus praktischem Klinikalltag und wissenschaftlicher Herangehensweise, aus der Hoffmann ihre Motivation für ihr Engagement ziehe. „Gerade in den letzten Jahren hat sich die Geriatrie immens weiterentwickelt. Wir lernen laufend dazu. Dieses Wissen müssen wir zügig, kompakt und verständlich zu unseren Kolleginnen und Kollegen vor Ort bringen. Nur so können unsere Patientinnen und Patienten auch wirklich davon profitieren“, formuliert Hoffmann eines ihrer Hauptanliegen für ihre vierjährige Amtszeit. Dazu gehöre auch, dass die betreuenden Ärztinnen und Ärzte wissen, wie sie Medikamente noch genauer an die Bedürfnisse von Hochbetagten anpassen können: „Arzneimittelstudien wurden in der Regel mit fitten 60 -bis 70-Jährigen gemacht. Danach orientieren sich nach wie vor die meisten Leitlinienempfehlungen. Da sich Lebens- und Behandlungsziele bei Hochbetagten aber ändern, gilt es hier genau hinzusehen und abzuwägen, wie wir Medikamente kombinieren und dosieren, um möglichst viel Lebensqualität zu erhalten.“

Leuchtturmprojekt für Bayern: Barmherzigen Brüder mit speziellem Demenzkonzept
Mit dem 2017 eröffneten Paul Gerhardt Haus halten die Barmherzigen Brüder ein spezialisiertes Zentrum für Altersmedizin für Regensburg und die Region vor. Hier werden Seniorinnen und Senioren nach den neuesten medizinischen Standards therapiert. „Vor fünf Jahren haben wir für unser gesamtes Krankenhaus außerdem ein Demenzkonzept erarbeitet und eingeführt. Das heißt, wir schulen und sensibilisieren kontinuierlich alle unsere Mitarbeitenden in allen Bereichen. Damit wollen wir sicherzustellen, dass Menschen mit kognitiven Einschränkungen bei einem Krankenhausaufenthalt bestmöglich unterstützt werden“, erklärt die Geriaterin das Ziel des Projekts. Das Land Bayern fördert das Konzept, das Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg ist Pilot-Einrichtung.
Engagement in regionalen Gremien
Neben ihrer neuen Funktion als Delegierte bei der DGIM ist Professorin Dr. Ute Hoffmann auch in anderen Gremien aktiv, unter anderem im erweiterten Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG), als stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Geriatrie Bayern, als Beirätin in der Koordinationsstelle Bayern Demenz im Krankenhaus und als Vorstandsmitglied sowohl der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz der Stadt Regensburg als auch der Alzheimer Gesellschaft Oberpfalz. Zudem organisiert sie als Kongresspräsidentin die Mitgliederversammlung und das Symposium aller bayerischen Geriaterinnen und Geriater, das am 20. und 21. März 2026 im Krankenhaus Barmherzige Brüder stattfindet.
Für Hoffmann ist klar: „Diese Aufgaben binden Zeit und Energie. Doch der Einsatz lohnt sich, er stellt für unsere Patientinnen und Patienten in der Region einen echten Mehrwert dar. Aber ohne mein Team hier im Krankenhaus, auf das ich mich zu 100 Prozent verlassen kann, und die Wertschätzung durch die Barmherzigen Brüder wäre dieses Engagement nicht möglich. Dafür bin ich sehr dankbar.“
Hintergrundinformation zu den Fachgesellschaften DGIM und DGG:
Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) zählt zu den größten medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften Europas. Sie fördert Forschung, Fort- und Weiterbildung sowie den fachlichen Austausch innerhalb der Inneren Medizin. Durch die Entwicklung medizinischer Leitlinien, wissenschaftlicher Empfehlungen und gesundheitspolitischer Stellungnahmen trägt die DGIM maßgeblich zur Qualität und Weiterentwicklung der Patientenversorgung bei.
Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) ist eine eigenständige Fachgesellschaft, die sich mit der medizinischen Versorgung älterer Menschen befasst. Sie arbeitet eng mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin zusammen.

