Klinik für Urologie

Harninkontinenz

Foto von Dr. Hans-Martin Weiler, Oberarzt der Klinik für Urologie

Unser Spezialist für Harninkontinenz

Dr. Hans-Martin Weiler
Oberarzt, Facharzt für Urologie, Zertifiziert als Beratungsstelle der Deutschen Kontinenzgesellschaft


Einen Termin für die Sprechstunde können Sie gerne über das Medizinische Versorgungszentrum unter der Tel. +49 (0)941 369 2810 vereinbaren.

Der Urologe spricht von einer Harninkontinenz, wenn der Betroffene die bewusste Kontrolle über seine Harnblase verliert. Er kann weder bewusst Urin zurückhalten noch den Zeitpunkt der Blasenentleerung bestimmen. Die Ursachen können Operationen im Becken oder Unfälle, Verletzungen des Beckens oder Wirbelsäule, neurologische Erkrankungen sein.

Symptome

In der Urologie gibt es verschiedene Formen der Harninkontinenz, je nachdem welche Symptome überwiegen:

  • Belastungsinkontinenz (früher Stressinkontinenz): Erhöhter Druck auf die Blase, beispielsweise durch Heben, Pressen oder auch Lachen und Niesen führt zu unfreiwilligem Verlust von Urin ohne gleichzeitiges Harndranggefühl. Die Stressinkontinenz ist die häufigste Form der Harninkontinenz.
  •  Dranginkontinenz: Betroffene verspüren bei der Dranginkontinenz ein ständiges, teils überfallartiges Harndranggefühl. Bei einer stärkeren Ausprägung kann der Harndrang oftmals nicht mehr kontrolliert werden, sodass die Toilette nicht mehr erreicht werden kann.
  •  Mischinkontinenz: Stress- und Dranginkontinenz treten in Kombination auf. Welche Komponente im Vordergrund steht, ist von Fall zu Fall verschieden.
  •  Überlaufinkontinenz: Kann sich die Blase aufgrund von Abflusshindernissen nicht mehr entleeren, sammelt sich der Urin solange in der Blase bis diese den Urin nicht länger halten kann (ein überlaufendes Fass)
  •  Reflexinkontinenz durch Schädigung des zentralen Nervensystems (spinal, supraspinal): Mögliche Ursachen sind Schlaganfälle, Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Multiple Sklerose, Tumoren oder Bandscheibenvorfälle.
  •  Extraurethrale Inkontinenz: Urinverlust unter Umgehung des natürlichen Harnabflussweges über die Harnröhre (Urethra) durch Fehlbildungen (z.B. Fehlmündung der Harnleiter) oder Fistelbildung.
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