Klinik für Palliativmedizin

Unterstützende Angebote

Zu einer optimalen medizinischen Versorgung gehört für uns nicht nur die ärztliche Therapie und pflegerische Versorgung. Zahlreiche therapeutische und unterstützende Maßnahmen sollen dazu beitragen,  eine Stabilisierung des Patienten sowohl auf körperlicher Ebene wie auch in seinem seelischen Befinden  zu erreichen. Das sind beispielsweise:

Ergotherapie
Physiotherapie
Ernährungstherapie im Paul Gerhardt Haus

Musiktherapie

Wir haben sehr gute Erfahrung mit dem Einsatz der Musiktherapie in unserer Klinik für Palliativmedizin: Musik erreicht Patienten oft einfacher und direkter, als das Worte vermögen. Sie schafft schnell und unmittelbar einen Zugang zum Menschen, hilft ihm, Emotionen zuzulassen und bringt so Erleichterung. Sie kann das Konzentrationsvermögen stärken, gegen eine depressive Stimmung wirken, die Lebensfreude fördern oder zu einer Gelassenheit verhelfen, die nächsten Schritte zu gehen. Sie spendet Trost, Ruhe und manchmal Zuversicht. Sie hilft beispielsweise Ängste auszuhalten. Sie stellt eine sinnliche Erfahrung und eine kreative Quelle dar, die dem Bedürfnis nach Spiritualität nachkommen kann.

Die Musiktherapie kann in weitere Konzepte wie etwa eine psychotherapeutische Behandlung oder andere stützende Maßnahmen eingebunden sein.

Musiktherapie

Atemtherapie

Seit 2011 bieten wir (auf den onkologischen Stationen und) auf der Palliativstation die psychologische Atemtherapie an. In der psychologischen Atemtherapie wird versucht, auf die Bedürfnisse und Nöte der unheilbar kranken Menschen einzugehen. Sie meint den ganzen Menschen, spricht Körper, Seele und Geister im gleichen Maße an. Das wichtigste Element ist die Atembegleitung durch die Hände des Therapeuten, sanfte Berührungen, Streichungen, leichter Zug und Druck. Da die Atemtherapie therapeutische Arbeit ist, beinhaltet eine Sitzung beinhaltet meist auch ein therapeutisches Gespräch.

Verschiedene Symptome, z. B. Atemnot, Angst, Schmerz, können durch eine Atembehandlung gelindert werden. Die Erfahrung von Ruhe, Entspannung und Geborgenheit wird ermöglicht. Der Mensch kann sich selber in seinem Körper und seinem Atem wieder besser und bewusster wahrnehmen.

Atemtherapie

Spezielle Palliativpflege

Unser speziell ausgebildetes Team ist für die besonderen Bedürfnisse unserer Patienten geschult und trägt in unserem interdisziplinären Team eine hohe Verantwortung. Die Mitarbeiter sind Vertrauenspersonen für Patienten und Angehörige und schaffen eine Atmosphäre der Geborgenheit auf unserer Station. Weit über rein pflegerische Maßnahmen hinaus erfüllen sie viele mitmenschliche Aufgaben, ohne dass sie groß ausgesprochen werden müssen. Wenn Angehörige in die Pflege ihrer Nächsten eingebunden zu werden möchten, leiten wir sie gerne dazu an.

Physiotherapie

Die Physiotherapie stellt einen wichtigen Baustein bei der Linderung von Beschwerden der Palliativpatienten dar, da sie Einfluss auf das Wohlbefinden von Körper und Geist hat. Die Behandlung körperlicher Beschwerden hilft aber auch, Denk- und Handlungsfähigkeit zu erhalten. Wenn auch die Mobilität unserer Patienten oft eingeschränkt ist, kann Physiotherapie doch viele Folgen von Bettlägerigkeit verhindern und Schmerzen und Schlafstörungen deutlich lindern. Auch sogenannte vegetative Funktionen wie die Darmtätigkeit können verbessert werden. Physiotherapie kommt auch bei akuten Beschwerden wie Atemnot oder bei Angstzuständen zur Anwendung.

Unser Team an Physiotherapeuten geht auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten ein. Es erkennt die Möglichkeiten und Grenzen der körperlichen Verfassung unserer Patienten und respektiert die menschlichen Ansprüche jedes Einzelnen. Eingebunden in das komplette Team der Palliativstation sind seine Beobachtungen wichtig, um eventuell weitere medizinische, psychologische oder soziale Hilfsmaßnahmen einzuleiten.

Physiotherapie

Seelsorge: Spirituelle Begleitung

Unsere katholischen und evangelischen Seelsorger verstehen sich als personales Angebot für die Patienten und deren Zugehörige. In der Situation der Krankheit möchten sie Begleitung und Hilfestellung anbieten.

Dies geschieht im Wesentlichen durch:

  • Gespräch, gerne auch öfter
  • Gebet, Sakramente, rituelle Feiern u.a., wenn Sie das möchten
  • unabhängig von Ihrer Konfession, Religion oder Weltanschauung
  • auch durch Berücksichtigung Ihrer ganz individuellen Wünsche, z.B. Vermittlung von Kontakten zu anderen Religionsgemeinschaften

Vielleicht gelingt es, miteinander Hilfreiches für die momentane Situation zu entdecken und neue Perspektiven zu entwickeln.

Unsere Seelsorge

Soziale Betreuung

Unser Sozialdienst stellt ein wichtiges Bindeglied unserer stationären Betreuung zu allen ambulanten Bemühungen dar. Er gibt planerische Sicherheit für Patient, Angehörige und alle Betreuenden. Und er verhindert, dass der Aufenthalt in unserer Klinik für Palliativmedizin, eine Einbahnstraße ist.

Die palliative Therapie führt bei vielen Patienten zu einer Stabilisierung und Besserung der körperlichen und seelischen Beschwerden. Die Entlassung wird dann vom Sozialdienst mit dem Stationsteam in enger Absprache mit dem Patienten, seinen Angehörigen und dem Hausarzt vorbereitet. Der Sozialdienst ist auch dafür da, die häusliche Versorgung (zum Beispiel Organisation der Hilfsmittel oder eines ambulanten Pflegedienstes, Antrag auf Pflegeleistungen) zu unterstützen. Ist eine Entlassung nach Hause nicht möglich, sind die Mitarbeiter bei der Suche nach einem Kurzzeitpflege- oder Pflegeheimplatz oder nach einem Platz in einem stationären Hospiz behilflich.

Sozialdienst

Psychologische Begleitung

Sterben ist etwas sehr Persönliches und Individuelles. Es wird als intensivste Phase des Lebens beschrieben, in der der Patient unterschiedlichste Gefühle und Reaktionen erlebt, wie Schock, Verdrängung, Aggression, Verhandeln, Depression und zuletzt Annahme und Akzeptanz. Die Reihenfolge und Intensität der Emotionen sind bei jedem Menschen sehr unterschiedlich.

Der sterbende Mensch braucht die Gewissheit, alles noch zu Lebzeiten geregelt und erledigt zu haben. Versäumnisse in diesem Bereich können Sterbende oder deren Angehörige sogar in tiefe Depressionen stürzen. Offene Gespräche mit der Familie und Freunden im Vorfeld können dem entgegenwirken.

Für all diese Bedürfnisse möchten wir unseren Patienten und ihren Angehörigen die Hilfe unserer erfahrenen Psychologen und Psychoonkologen anbieten. Es ist wichtig zuzuhören, aber auch Erfahrungen zu teilen und so zu einem besseren Umgang mit der aktuellen Situation zu kommen. Wir sehen dieses Angebot nicht als Alternative zur Seelsorge, sondern als sinnvolle Ergänzung, um so sehr spezifisch auf die Bedürfnisse jedes einzelnen unserer Patienten eingehen zu können. Die Begleitung  der Patienten ist eine sehr komplexe Aufgabe, so dass das Angebot wertvoll ergänzt werden kann auch durch die Hilfe unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Psychologischer Dienst

Ehrenamtliche Mitarbeiter

Zwei ehrenamtliche Begleiter sind in regelmäßigen Abständen Gesprächspartner für Patienten und deren Angehörige. Sie unterstützen Begleitpersonen bei Besorgungen oder begleiten die Patienten bei Spaziergängen im Krankenhausbereich. Für Patienten, die bereits eine Begleitung durch ehrenamtliche Hospizbegleiter des Hospizvereins Regensburg erfahren, kann diese auf der Palliativstation selbstverständlich fortgeführt werden. Bei Bedarf sind uns die Hospizhelfer bei unruhigen Patienten auch bei Nachtwachen behilflich.

Das Team

WOMAN Avatar
Isolde Blai
Physiotherapeutin
MAN Avatar
René Bücherl
Physiotherapeut
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Petra Füßl
Atemtherapeutin
WOMAN Avatar
Claudia Gruber
Physiotherapeutin
Pfarrer Bernhard Hofer, Katholischer Krankenhausseelsorger
Bernhard Hofer
Pfarrer
Musiktherapeutin Dorothea Müller
Dorothea Müller
Musiktherapeutin
Karin Nusko, Diplom-Psychologin, Psychoonkologin (DKG)
Karin Nusko
Psychoonkologin (DKG)Diplom-Psychologin
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Anne-Maria Probst-Ebner
Atemtherapeutin
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Christina Schießl
Evang. Seelsorgerin
Waltraud Wittl, Krankenschwester und Sozialdienstmitarbeiterin
Waltraud Wittl
SozialdienstmitarbeiterinKrankenschwester
Ein Job mit Herz – Ihre Karriere in der Palliativmedizin

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