Hand aufs Herz!

Ehrenamt bei den BarmHERZigen

Johannes von Gott, der Gründer unserer Ordensgemeinschaft der Barmherzigen Brüder, lebte vor 500 Jahren. Nach einer sehr intensiven Begegnung mit Gott begann er im spanischen Granada Arme, Kranke, Menschen mit Behinderung und alle Menschen, die Hilfe brauchten, zu betreuen und zu pflegen. Er machte dies alleine. Nach einiger Zeit bemerkten die Menschen in Granada, dass es gut und unterstützenswert war, was Johannes von Gott tat. Sie halfen ihm mit Spenden, aber auch mit ihrer Hände Arbeit und mit dem, was sie konnten. Dies war die erste Dienstgemeinschaft des Heiligen. Sie bestand ausschließlich aus Ehrenamtlichen.

Brigitte Niedermeier, Ehrenamtliche
Brigitte N.Ehrenamtliche

Es kommt so viel zurück, in dem Moment, wo man gibt.

Karin Riederer, Ehrenamliche
Karin R.ehrenamtliche Patientenfürsprecherin

Für mich ist es eine Bereicherung meines Lebens.

Warum brauchen die Patienten die Betreuung von Ehrenamtlichen?

Die Patienten sind zumeist aufgrund eines akuten Ereignisses auf die Behandlung und Pflege in einem Krankenhaus angewiesen. Sie müssen ihre vertraute Umgebung und ihre gewohnten Abläufe zurücklassen. Sie können sich nicht wie gewohnt selbst versorgen, sich mitteilen oder die Dinge tun, die sie gerne tun oder vielleicht auch tun müssen. Anstatt des Vertrauten erwartet sie im Krankenhaus eine andere Welt, der sie – gefühlt – schutzlos oder zumindest ein Stück weit fremdgesteuert „ausgeliefert“ sind. Kurzum: Die Patienten befinden sich in einem echten Ausnahmezustand. Die Patienten brauchen jemanden, der

  • ihnen Aufmerksamkeit schenkt,
  • etwas mehr Zeit für sie hat,
  • sich mit ihnen unterhält,
  • ihnen die Angst etwas nimmt,
  • ihr Freund ist, manchmal auch ihr Anwalt,
  • sie versteht,
  • die Brücke herstellt zwischen Patient und Mitarbeiter.

Wer kann sich ehrenamtlich engagieren?

Für ein ehrenamtliches Engagement sprechen wir interessierte Menschen aller Altersgruppen an. Ehrenamtlich engagieren können sich z. B.

  • Rüstige Senioren und Frührentner, Eltern, deren Kinder aus dem Haus sind, junge Erwachsene mit freier Zeit, Studentinnen und Studenten sowie Schülerinnen und Schüler
  • Patientinnen und Patienten nach ihrer Genesung
  • Ehemalige Mitarbeiter im Ruhestand, aber auch aktive Mitarbeiter
  • Angehörige und Freunde von Patienten und Mitarbeitern
  • Mitglieder sozialer und christlicher Einrichtungen 
Barmherzige BrüderCharta der Hospitalität

Wir müssen eine Betreuung anbieten, die alle Dimensionen des Menschen berücksichtigt: und zwar die physischen, psychischen, sozialen und spirituellen.

Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es?

  • Im Lotsendienst weisen Sie Patienten und Besuchern den richtigen Weg durch das Krankenhaus und begleiten sie – auf Wunsch – zu den Stationen und Funktionsabteilungen.
  • Als Besuchsdienst im Krankenhaus besuchen Patienten, führen Gespräche mit ihnen und ihren Angehörigen, begleiten die Patienten bei einem Spaziergang oder machen gegebenenfalls kleine Erledigungen wie zum Beispiel einen Einkauf im Krankenhauskiosk.
  • Bei der Sitzwache wachen Sie nachts am Bett der Patienten, verrichten kleine Handreichungen, lesen auf Wunsch vor oder lassen einfach durch Ihre stille Anwesenheit die Patienten spüren, dass sie nicht alleine sind.
  • Als Stationsassistenz unterstützen Sie das Team einer bestimmten Station oder der Notaufnahme, indem Sie Patienten begleiten, kleine Handreichungen erledigen, Rollstühle besorgen oder Schnittblumen pflegen.

Wie Sie bei Ihrer Arbeit von uns betreut und unterstützt werden

  • In unserem Haus werden die Einsätze der Ehrenamtlichen von einer Koordinationsstelle organisiert. Die Koordinationsstelle in unserer Pflegedirektion ist Ihre zentrale Anlaufstelle. In Abhängigkeit vom jeweiligen Tätigkeitsfeld bekommen Sie außerdem  einen festen Ansprechpartner vor Ort.
  • Sie erhalten von uns eine gute Einarbeitung, die Sie befähigt, Ihre Tätigkeiten selbständig durchzuführen.
  • Sie können an internen Fortbildungen  teilnehmen.
  • In regelmäßigen Treffen können Sie sich mit anderen Ehrenamtlichen, den Mitarbeitenden der Koordinationsstelle sowie mit einem Mitglied der Pflegedirektion austauschen.
  • Über Ihre Erfahrungen stehen wir Ihnen auch  in Reflexionsgesprächen zur Verfügung.
  • Wenn Sie Ihre Ideen, Verbesserungsvorschläge und Wünsche einbringen möchten, haben wir jederzeit ein offenes Ohr für Sie.
  • Selbstverständlich bieten wir Ihnen auch  seelsorgerliche Betreuung, so Sie den Wunsch danach verspüren.
  • Im Ehrenamt werden Sie die Erfahrung machen, dass Sie sehr viel Dankbarkeit von den Patienten und deren Angehörigen bekommen. Aber auch uns ist es ein Anliegen, Ihnen unseren Dank und unsere Wertschätzung persönlich zum Ausdruck zu bringen. Mit Einladungen zu Gesprächsrunden bei Kaffee und Kuchen, sowie zu Festen und Feiern des Hauses und des Ordens, möchten wir Ihnen aufrichtig vermitteln, wie wichtig Sie uns als Teil unserer Dienstgemeinschaft sind.

Was benötige ich, wenn ich ehrenamtlich tätig sein will?

  • ein amtliches Führungszeugnis
  • das Einverständnis der guten Zusammenarbeit mit der Klinik
  • die Bereitschaft an gemeinsamen Treffen teilzunehmen und sich fortzubilden
  • ein ärztliches Zeugnis
  • die Bereitschaft zur Schweigepflicht

Infomaterialien / Formulare

Die Formulare erhalten Sie außerdem beim Erstgespräch mit dem Sozialdienst.

Interesse geweckt?

Christina Struller
Tel. +49 (0)941 369 5116

Tatiana Treml

Tel. +49 (0)941 369 1076

E-Mail Ehrenamt


Wenn auch Sie sich ehrenamtlich engagieren möchten, nehmen Sie Kontakt mit unserer Koordinationsstelle Kontakt auf!