Klinik für Pneumologie und konservative Intensivmedizin

Lungenkrebs

Lungenkrebs (auch Bronchialkarzinom genannt) gehört zu den häufigen Krebserkrankungen. Er wird meist im fortgeschrittenen Stadium erkannt und hat eine ungünstige Prognose. In Deutschland erkranken jährlich 50.000 bis 55.000 Personen an Lungenkrebs. Männer sind dabei fast doppelt so häufig betroffen wie Frauen, wobei die Neuerkrankungsrate bei Männern seit Ende der 80er Jahre rückläufig ist im Gegensatz zu den Frauen. Dies wird auf das Rauchverhalten in der Gesellschaft zurückgeführt. Die Erkrankung tritt mit zunehmendem Alter häufiger auf und betrifft vor allem Personen zwischen 60 und 80 Jahren mit einem Erkrankungsgipfel von 65 bis 70 Jahre.

Obwohl sich die Behandlungsmöglichkeiten in den letzten Jahren verbessert haben, weist der Lungenkrebs eine schlechte Prognose auf.

Risikofaktoren für die Entstehung eines Lungenkrebses

Werden krebserregende Stoffe eingeatmet, kann auch noch nach einer Latenz von vielen Jahren ein Lungenkrebs entstehen. Das Risiko steigt mit der Dauer und der Menge der eingeatmeten Schadstoffe. Der weitaus größte Risikofaktor ist das Rauchen, insbesondere das inhalative Rauchen (verantwortlich für ca. 85% der Lungenkrebserkrankungen). Tabak enthält viele krebserzeugende Substanzen. Rauchen ist umso gefährlicher, je früher damit begonnen wird, je mehr man raucht und je länger. Auch Passivrauchen erhöht das Krebsrisiko.

Gefahrstoffe kommen auch in der Arbeitswelt vor, vor allem in der Metallverarbeitung, in Gießereien und in der Gummiherstellung. Als bekanntester Stoff ist hier Asbest zu nennen. Dessen Verarbeitung/Verwendung ist in Deutschland zwar seit 1993 verboten, aufgrund des davor vielfältigen Einsatzes und der Langlebigkeit der Asbestprodukte stellt Asbest bei uns jedoch ein Entsorgungsproblem dar.

Des Weiteren sind die Luftbelastung durch Feinstaub und das gasförmige Radon (natürliches Element aus dem Erdreich) zu nennen. Diverse chronische Lungenerkrankungen zeigen eine etwas häufigere Lungenkrebsentstehung als es bei Lungengesunden der Fall ist. Ein deutlich geringeres Risiko geht von einer genetischen Veranlagung aus und von der in der diagnostischen Medizin angewendeten ionisierenden Strahlung (Computertomographie und Andere).

Verursacht Lungenkrebs typische Symptome?

In den frühen Krankheitsstadien wird Lungenkrebs oft gar nicht bemerkt. Nicht selten ist es dann ein Zufallsbefund, wenn der Arzt wegen anderer Erkrankungen Untersuchungen veranlasst. Die durch eine Lungenkrebserkrankung hervorgerufenen Symptome sind unspezifisch und können auch bei zahlreichen anderen Krankheiten auftreten.

Als eine Auswahl von Symptomen seien genannt:

  • über einige Wochen anhaltender Husten ohne erkennbare Ursache oder wenn sich der Charakter eines sonst chronischen Hustens ändert
  • Husten mit blutigem Auswurf
  • Atemnot oder Schmerzen im Brustkorb
  • B-Symptomatik (ungewollter Gewichtsverlust, Nachtschweiß, Fieber) und allgemeine Leistungsminderung
  • anhaltende Heiserkeit
  • vergrößerte Lymphknoten in der Schlüsselbeingrube
  • Knochenschmerzen, neurologische Symptome
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