Strahlentherapie

Tumorerkrankungen

Wenn medizinisch möglich, erfolgt ein multimodales Behandlungskonzept bei bösartigen Tumoren: eine Strahlentherapie erfolgt prinzipiell nach Besprechung der möglichen Therapien in einer unserer Tumorkonferenzen bei uns im Haus oder nach Absprache des Vorgehens im Regensburger Mamma-/Prostatazentrums.

Unsere zwei modernen Photonenbeschleuniger ermöglichen eine Bestrahlung von nahezu allen bösartigen Tumoren.

Besondere Therapie: Teilbrustbestrahlung

Für bestimmte Brustkrebs-Erkrankungen im Frühstadium kann die Klinik für Strahlentherapie eine besonders schonende Form der Bestrahlung anbieten, welche gleich gute Heilungsergebnisse wie die konventionelle Bestrahlung der ganzen Brust erzielt:

Bei der Teilbrustbestrahlung – fachsprachlich „interstitielle Brachytherapie“ genannt – wird das Tumorbett mit Minikathetern von innen computergesteuert bestrahlt, sodass die Strahlenbelastung der Haut, der Brustwand, der Lunge und des Herzens auf ein Minimum abfällt. Für die Patientinnen bedeutet dies nicht nur ein verbessertes kosmetisches Ergebnis bei weniger Nebenwirkungen, sondern auch eine verkürzte Behandlungszeit: Die interstitielle Strahlentherapie dauert nur eine Woche – anstatt sechs Wochen bei der konventionellen Bestrahlung.

Dr. Michael Allgäuer und sein Team besitzen seit zehn Jahren Erfahrung mit dieser Therapieform, da sie das Ergebnis einer wissenschaftlichen Vergleichsstudie mit 1.184 Patientinnen ist, welche unsere Klinik zusammen mit weiteren 15 europäischen Zentren durchgeführt hat.

Die Studie über die schonende Teilbrustbestrahlung wurde daher 2017 in einer der weltweit führenden medizinischen Fachzeitungen – „The Lancet“ – veröffentlicht.

Lichtgestütztes Atemgatingsystem schützt das Herz vor Strahlenbelastung

Die Klinik für Strahlentherapie hat ein oberflächengeführtes optisches Lagerungssystem eingeführt. Es überwachen drei Kameras tausende von Lichtpunkten auf der Körperoberfläche. Damit kann eine Lagerungsgenauigkeit im Submillimeterbereich erzielt werden, und dies ohne Anwendung jeglicher Röntgendurchleuchtung. Bei Bewegung außerhalb des Toleranzbereichs schaltet die Strahlung solange ab, bis die korrekte Position wieder erreicht ist. Die notwendigen Zielgebiete können somit noch enger präzisiert werden.

Wir benötigen dies insbesondere bei der Strahlentherapie des linksseitigen Mammakarzinoms: in konventioneller Technik befindet sich das Herz knapp neben dem Bestrahlungsgebiet, im ungünstigen Fall wird die Herzspitze mitbestrahlt. In tiefer Inspiration verlagert sich das Herz nach kaudal und weg von der Thoraxwand. Wir wenden dieses einzigartige, im sechsstelligen Bereich angesiedelte und neu entwickelte System bei allen linksseitigen Mammakarzinomen an und überwachen damit das tiefe Atemanhaltemanöver. Die Patientin kann die Einatmungstiefe an Lichtbalken auf einem Monitor selbst erkennen und auf den richtigen Punkt „hinatmen“. In vergleichenden Untersuchungen wurde festgestellt, dass dieses System bei Kontrolle des cardialen Blutflusses zum Beispiel nach sechs Monaten nachweislich zu keiner Durchblutungsminderung des Herzens mehr führt. Ferner dient es auch zum Atemgating bei der stereotaktischen Strahlentherapie von Tumoren, insbesondere der Lunge. Bei der Strahlentherapie des Bronchialkarzinoms kann in etlichen Fällen auch eine deutlich verbesserte Schonung der gesunden Lunge erreicht werden.

Ein Job mit Herz – Ihre Karriere bei den BarmHERZigen Brüdern
Ein Job mit Herz – Ihre Karriere in der Strahlentherapie

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